FREMDTEILCHEN – WUNSCHTRAUM IDEALISMUS

In seiner Diplomausstellung Wunschtraum Idealismus zeigt Martin Schuster Fotografien, die während einer Kunstaktion in Vietnam entstanden sind. Diese medienübergreifende Arbeit namens Fremdteilchen stellt als Intervention im öffentlichen Raum den Versuch dar, die Grenze zwischen Kunst und Leben zu überbrücken. Zu diesem Zweck bereiste Martin Schuster gemeinsam mit Freunden auf einem Hausboot das Mekong Delta und sammelte von der mobilen Basis aus Kunststoffmüll aus dem Fluss und von dessen Ufern. Die zusammengetragenen Fundstücke verarbeitete die Künstlergruppe zu Skulpturen und stellte sie an verschiedenen öffentlichen Orten in Vietnam auf.Ergänzt wird diese Arbeit durch großformatige Bilder des Malereistudenten, die in der Formfindung und der Erzählweise mit Fremdteilchen verwandt sind.

FREMDTEILCHENWUNSCHTRAUM IDEALISMUS
Donnerstag, 04. Juli 2013, 13.30 – 22.00 Uhr
Neuwerk 11, Halle (Saale)

http://www.fremdteilchen.blogspot.de/

martinschuster_7_b_es-ist-soweit_malerei

Normalerweise hängen die Kunstwerke in Konferenzräumen und Büros der Bayer AG. Außerhalb der Firma war die Sammlung mit millionenschweren Einzelstücken noch nie zu sehen. Nicht nur mit Bayer 04 Leverkusen, auch mit der Kunst spielt der Chemie-Konzern in der ersten Liga.

Für die Ausstellung „Von Beckmann bis Warhol. Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts – Die Sammlung Bayer“ im Martin-Gropius-Bau wurden nun die Prunkstücke erstmals öffentlich gezeigt. Auch der Vorstandsvorsitzende hat zwei Arbeiten aus seinem Büro geräumt: Eine Frauenskulptur von Gerhard Marcks und ein Gemälde von David Shapiro.

Insgesamt sind 240 von 5000 Werken zu sehen. Vertreten sind Namen wie Picasso, Kirchner, Barlach und Beckmann, aber auch Marina Abramovic und Thomas Ruff. Begründet wurde die Sammlung 1912, sie überdauerte auch die NS-Zeit, wo Bayer als Teil der IG Farben die Nazi-Diktatur unterstützte. Die Frage, was es für Bayer bedeutete, dass die Ausstellung im Gedenkjahr „Zerstörte Vielfalt“ zusammenfalle, verärgert den Unternehmenssprecher Michael Schade. „Wir sind hier um über die Ausstellung zu reden. Außerdem wurde das Unternehmen, das ich hier repräsentiere, erst 1951 gegründet.“ Komisch – kurz zuvor hatte er gesagt, dass sie 150. Geburtstag feiern.

Bis 9. Juni, Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, Mi-Mo 10-19 Uhr, Eintritt 9/erm. 6 Euro, frei bis 16 Jahre

 

Zum Artikel der Berliner Zeitung